Um es einmal deutlich zu sagen: Keiner der Helfer von T.I.N.I hat sich um seine Aufgabe gerissen, wir alle wĂ€ren froh, wenn ein Verein wie T.I.N.I. auf der Insel seine Berechtigung verlieren wĂŒrde. Davon aber sind wir noch weit entfernt. Wie viele Hunde und Katzen es auf der Insel gibt, vermag keiner zu sagen. Sicher aber ist - jedes Jahr kommen Tausende hinzu. Warum? Nun, so liebevoll man hier mit Kindern umgeht, so ignorant sind viele Menschen gegenĂŒber Tieren. Hunde und Katzen gelten oft als Sache bzw. Spielzeug. Will man es nicht mehr haben oder hat es seinen Zweck erfĂŒllt, wirft man es weg.

Die wenigsten Hunde auf der Insel sind kastriert. Die Folge: Wird eine HĂŒndin lĂ€ufig, findet sich schnell ein RĂŒde, der.... Nur, was macht man mit den Welpen? Viele von ihnen werden in MĂŒlltonnen entsorgt - und wenn sie GlĂŒck haben, dort auch gefunden.

Will man noch ein bisschen Geld aus dem "Hundesegen" schlagen, bieten die Besitzer sie auf FlohmĂ€rkten an. Sind sie niedlich (und welches Hundebaby ist das nicht?), finden sie dort schnell einen KĂ€ufer. Meist wollen die Eltern ihren Kindern eine Freude machen. Doch was macht ein Kind mit einem drei Wochen alten Welpen? Es spielt mit ihm und hat ihn lieb -meist aber hĂ€lt das KinderglĂŒck nur, bis er ein paar Monate alt ist. Dann nĂ€mlich wird er lĂ€stig, verlangt Auslauf und fĂ€ngt an, Arbeit zu machen - und Mama und Papa sagen "weg damit!" Also werden immer noch leider viele solcher Tiere einfach ausgesetzt. Manches Mal haben die Menschen aber doch ein ungutes GefĂŒhl dabei und rufen uns als Tierschutzorganisation an, um es bei uns abzuliefern.

Es sind aber nicht nur Welpen, wir bekommen auch viele ausgewachsene Tiere mit allen möglichen Ausreden, warum man das Tier angeblich nicht mehr behalten kann. Viele Hunde werden auf dem Balkon gehalten, wie ein Vogel im KĂ€fig. Kein Auslauf, keine anderen Hunde, ...vereinsamte Tiere mit viel zu langen Krallen, die Schmerzen verursachen und mit verkĂŒmmerten Beinmuskeln.

Auch Ă€lterer oder kranker Tiere entledigt man sich oftmals, da sie ja Kosten verursachen könnten. Man ĂŒberlĂ€sst sie einfach ihrem Schicksal.

Andere Tiere wurden jahrelang an der Kette gehalten und kennen keine menschliche Zuwendung. Sie wurden nie in den Arm genommen, haben nie die beruhigende Stimme eines Menschen gehört, der sie liebt. Es mag paradox klingen, aber alle diese Hunde sind, so schlimm ihr Leben war, spÀter die treuesten und anhÀnglichsten GefÀhrten.

Die stÀdtische "Perrera" wird offiziell als "Tierauffangstation" bezeichnet.

Durch die extrem harten Lebensbedingungen in Angst und Verlassenheit, erkranken viele der Tiere. TINI rettet auch Hunde aus der Perrera und nimmt sie in TINIs Familienverbund auf. Familienverbund bedeutet, dass die Hunde nicht in Zwingern, sondern mit uns gemeinsam im Haus und im Garten leben und sich frei bewegen können.

Das Ergebnis unserer Vermittlungen und die guten Erfahrungen mit den neuen Tiereltern in Deutschland bestĂ€rken uns in unserem BemĂŒhen, den Tieren ein Sprungbrett in eine bessere Zukunft zu sein.